Abenteuer beginnt, wo Pläne enden

Tag 12: heute machen wir blau! – Safarie blau

Trotz Sonnenbrand Alarm starten wir um 8:00 zum gebuchten Ausflug „Safari blue“. Wir fahren ca. 1 ½ Stunden quer über die Insel um nach Fumba zu gelangen, wo der von Ally II für uns gebuchte Ausflug startet, für den wir jeder 10$ mehr zahlen, als wenn wir ihn im Hotel gebucht hätten; dafür haben wir einen deutschsprachigen Reiseführer. Nicht unbedingt nötig – aber für einen Teil der Gruppe sehr angenehm.  Auf dem Weg nach Fumba werden wir immer wieder von Polizeikontrollen gestoppt. Ein mulmiges Gefühl, stand doch schon im Reiseführer, dass mit den hiesigen Ordnungshütern nicht zu spaßen ist. Unser Guide erklärt uns, dass der Präsident von Sansibar erwartet wird – kaum hat er es ausgesprochen, rast auch schon eine Kolonne, schwer bewaffneter dunkler Limousinen an uns vorbei. Am Strand angekommen, warten schon etwa 10 Boote auf die Ausflügler… Doch zunächst werden Flossen verteilt, wobei in jeder Größe mehr als ausreichend vorhanden sind. Über jede Menge Seeigel (gut das wir heute wieder unsere Strandschuhe anhaben), warten wir durchs fast hüfthohe Wasser zu den Booten. Unser heißt „Kikale“ und ist mit unserer Reisegruppe, 2 Amerikanerinnen und 3 Mann Besatzung, voll besetzt. Es folgt eine kurze Einweisung in den Tagesablauf und schon geht es los – zur Safari, auf und unter Wasser.

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Es weht uns eine leichte Briese um die Nase, während die Equatorsonne gnadenlos von oben brennt. Zu meiner Überraschung kann ich alles vom ersten Moment an genießen, und das obwohl wir uns auf einem Schiff befinden – bin wohl doch seetauglicher als gedacht. Nach etwa 20 Minuten folgt schon der erste Stop zum Schnorcheln, nachdem auch noch Taucherbrillen verteilt worden sind. Da kneife ich aber doch, denn 1. habe ich es noch nie gemacht und zweitens bin ich sehr empfindlich mit Wasser über den Ohren. Ich freue mich, dass ich nicht die einzige bin die „kneift“ und so gehen wir zwei Frauen „nur“ schwimmen. Alle anderen lassen sich mit einem lauten „platsch“ ins Wasser fallen, welches traumhaft – glasklar und türkis, wie auf einem Prospektfoto ist. Selbst beim schwimmen sind die wunderschönen Korallen zu bestaunen. Guides achten peinlichst, das man nicht auf Korallen tritt. Die „Schnorchler“ sind allesamt von der bunten Unterwasserwelt begeistert – neugierig macht es mich schon…

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Bald geht es auf eine Sandbank weiter, die nicht mal 100 qm groß und völlig ohne Bewuchs ist. Die Sonne brennt erbarmungslos von oben, es ist kaum auszuhalten und so beschließt der Guide, dass wir nur einen kurzen Fotostop machen. Die anderen Schiffe legen länger an – spannen Planen auf – um darunter frisches Obst zu essen.

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Wir genießen die frische Ananas und Melonen im Schatten auf unserem Schiff, während wir auf dem Weg zu unserem zweiten Schnorchelstop an einem Korallenriff sind.Die Crew lockt mit kleinen Kokosnussstücken für uns „nicht Schnorchler“ Zebrafische an – wie herrlich – wir schwimmen mitten in einem Schwarm von ihnen.

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Die anderen berichten, dass es hier völlig anders als beim ersten Stopp war. Als alle wieder an Bord sind, gibt es mal wieder frisches Obst, während es weiter zu Insel Kwale geht. Wir genießen alle die Ruhe – die Weite und das traumhafte Wasser um uns herum. Delphine haben heute wohl ihren freien Tag, denn wir bekommen leider keine zu sehen. Auf der Insel angekommen sitzen wir bootsweise an langen Tischen im Schatten von Bäumen zusammen und werden erstmal mit kühlen Getränken versorgt. Wenig später werden wir mit einem wundervollen Buffet verwöhnt – lachende Einheimische legen uns gegrillten Hummer (Hilfe wie ist man den?), Garnelen, Thun- und Barifisch auf die Teller. Super lecker gewürztes Hähnchen gibt’s ebenso dazu. Als Beilagen werden diverse Saucen, Reis, Maisplätzchen, Kochbananen und Aubergin Gemüse gereicht – alles schmeckt fantastisch. Den Amarula Kaffee, welcher zum Nachtisch getrunken wird, wollen wir zu Hause auch noch mal probieren.

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Nach einiger Zeit kommt ein Crewmitglied mit einem riesigen Korb voller Obst – die Obstverköstigung steht an – welch Wahnsinn und welch Gaumenschmaus. Jackfrucht, Mangos, Ananas, Minimangos, Melone, Zuckerrohr, Datteln, Baobab Bonbons, Bananen, Grape- und Passionsfrucht – alles wird nach und nach aufgeschnitten und uns gereicht. Wir platzen bald – so voll sind wir. Wir bekommen den Tipp, in den Wald hinters Camp zu gehen, wo zwei sehr alte Baobab Bäume stehen sollen – gesagt getan – auch wenn einem die Schwüle schier umhaut. Vorbei an wunderschönen Euphorbiengewächsen finden wir den alten umgekippten Baum, der viele zum Klettern animiert – ich denke nur „nicht zu viel bewegen, bei der Hitze“.

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Die Toilette ist mal wieder mit ihrer nicht vorhanden Spülung und der Frau, welche einem die Hände über einer Schüssel wäscht, ein Abenteuer für sich. Bis zur Abfahrt der Boote schlendern wir noch etwas an den Hütten, welche am Strand aufgebaut sind, entlang. Shopping a la Sansibar – Tücher – Tücher – Tücher (nein auch dieses mal bin ich standhaft geblieben und habe mir nur eine luftige Tunika gegönnt).

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Die Weiterfahrt bringt uns dann gleich in eine nahegelegene Mangrovenbucht – umgeben von bizarren Felsformationen. Es besteht die Möglichkeit zum Schwimmen – welche aber auf Grund der vielen Quallen nur von wenigen genutzt wird. Ein nettes Fleckchen, aber die Hitze und die vollen Mägen machen uns langsam träge. Die Rückfahrt steht an, leider nicht, wie versprochen unter Segeln, „der Wind steht zu schlecht“ – die erfahrenen Segler unter uns grinsen nur…. es liegt wohl eher an der Bequemlichkeit der Crew…. und gesegelt ist dieses Boot wohl schon eine ganze Weile nicht mehr – vermutlich steht der Wind jeden Nachmittag zu schlecht. Egal wie – ich genieße die Fahrt. Auf der Rückfahrt im Bus sind wir alle KO, können aber noch wahrnehmen, dass wir durch eine riesengroße Baustelle fahren – hier soll die Fahrbahn verbreitert werden. Große LKW mit Korallensteinen kippen ihre Last ab – die Luft ist voller Staub – viele Menschen laufen mit einem Staubfilter vor der Nase herum, denn sie leben unmittelbar im Chaos. Unser Guide erzählt uns, dass ein roter Strich gezogen wurde, wo die Straße verlaufen soll – egal was darüber steht wird abgerissen – wir sehen somit halb abgerissen Häuser, freigelegte Bäder oder Stuben – in der anderen, noch stehenden Hüttenhälfte wird einfach weiter gelebt. Wer braucht schon ein komplettes Haus?! – Unfassbar!

Im Hotel angekommen gönnen wir uns bei einem traumhaften Sonnenuntergang einen Pina Colda an der Bar als Sundowner.

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Nach einer kurzen kalten, aber heiß ersehnten Dusche, folgt gleich das Abendessen. Gegrilltes Lamm, Octopus und Calamari, Linsensuppe, Waldorf- und Spinatsalat, Kroketten und Aubergin Gemüse. Zum Nachtisch Schokorolle, oder, wie könnte es anders sein, Obst.

Als Absacker folgt noch ein Amarula.

Morgen haben wir vor, nachdem ich davon erzählt habe, „The Rock“ zu besuchen. Dieses Restaurant zählt,laut Internet zu den 10 Plätzen der Erde, welche man besucht haben sollte. Unsere Hotelmanagerin hat uns nicht nur einen Tisch, sondern auch das Taxi für morgen reserviert.

Ziemlich KO und mit Sonnenbrandschmerz sinken heute früh ins Bett.

Internet:

safarieblue.net

youtube.com -> Safarie blue Zansibar

 

Internet:

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