Abenteuer beginnt, wo Pläne enden

Stefans Ré­su­mé – Tipps und Anregungen

10 Tage sind wir nun schon wieder zurück. 10 Tage in den all das Erlebte immer wieder Revue passiert und man noch immer am verarbeiten ist. Es war ein lang gehegter Traum einmal nach Afrika zu kommen und ich habe mich in diesem Land, wie sonst selten auf Erden, sofort angekommen und heimisch gefühlt….

Chamäleon, unser Reiseveranstalter spricht
bei dieser Reise, von „der Reise ihres Lebens“,
von „Gänsehaut Momenten“.
Hat die Reise das alles gehalten?

Um es kurz zu machen
– JA,
sie hat es, es war sicherlich
„die Reise des (bisherigen) Lebens“
mit ganz, ganz vielen Gänsehaut Momenten.

Was das schönste an der Reise war?

Auch ich kann diese Frage nicht beantworten,
es war alles einzigartig und wunderschön.
Sollte ich doch zu einer Antwort genötigt werden,
so sind es die Erfahrungen und Erkenntnisse,
die ich auf der Reise gewinnen durfte
und die Erinnerungen in meinen Gedanken und im Herzen.

War die Reise ihren Preis wert? 

Ich denke, auch wenn es eine für uns
sehr hochpreisige Reise war,
war sie jeden Cent wert
und das Preis / Leistungsverhältnis
hat absolut gestimmt.

Würdest Du diese Reise noch mal machen?

Ich brauche 10 Minuten zum packen….
wann geht der Flieger….?

Nachfolgend mal ein paar Gedanken – was war richtig – was war gut – was habe ich mir anders vorgestellt – was würde ich anders machen……
Wenn ich auch hier Kritik äußere, so ist es doch in der Regel, bis auf sehr wenige Ausnahmen, Kritik auf sehr hohem Niveau, welches man bei einer anderen Reise, mit anderen Umständen vielleicht gar nicht äußern würde. Aber diese Reise will was besonderes sein, und so müssen  auch die Maßstäbe und Kritikpunkte außergewöhnlich sein.
Selbstverständlich sind es hier ganz individuelle Gedanken und Einschätzungen, die ein anderer, oder eine andere Reise, oder eine andere Reisezeit, schon wieder ganz anders aussehehen lassen können. Sie sind keinesfalls als objektive Hinweise, Ratschläge oder gar Sicherheits- und Gesundheitshinweise zu verstehen.

Reisevorbereitungen

Planung

Ich denke, auch wenn jede Reise gut geplant werden will, und es uns oft zu Gute gekommen ist, das Sonja den Reiseführer „fast auswendig“ kannte, haben wir uns zu verrückt gemacht. Allerdings hat uns die gute Planung auch Plätze, wie „The Rock“ geschenkt, die wir wohl so nicht erlebt hätten.

Reisezeit

Mit der Reisezeit ist das so eine Sache gewesen. Eigentlich herrschte afrikanischer Sommer, und wie man es in Deutschland überall ließt, die kleine Trockenzeit. Die Einheimischen liefen aber teilweise mit Jacken und Pullover rum und sprachen von der kleinen Regenzeit….
Auf Grund der vielen Jungtiere, aber eine schöne Reisezeit, auch wenn das Gras hätte gerne etwas niedriger sein dürfen.

Impfungen

Wir haben mit vielen über Impfungen gesprochen und haben letztendlich einen Mittelweg gewählt. Im Nachherein würde ich mir noch viel weniger Gedanken machen. Gelbfieber muss sein – wird auch bei der Einreise im Impfpass kontrolliert – Hepatitis ist sicherlich sinnvoll, sollte man auch schon für Deutschland drüber nachdenken – Malaria Prophylaxe gab ein sicheres Gefühl, auch wenn wir kaum Kontakt mit den Plagegeisten hatten (lag vielleicht auch an der Jahreszeit). Da wir sie Abends eingenommen hatte, haben wir keinerlei Nebenwirkungen gemerkt. Alle anderen Impfungen würde ich das nächste mal weglassen.

Visa

Es war eine gute Idee, die Visa für Tansania vorher zu beantragen. Tatsächlich waren am Flughafen lange Schlangen an den Visa Schaltern und es war schon so ein großes Durcheinander und ein Ausfüllen von Zetteln, Das Visa hätte ich da nicht auch noch beantragen möchten.

Reiseveranstalter

Wir haben uns für Chamäleon entschieden, weil uns zum einen das Konzept ansprach und zum anderen die Gruppen mit max. 12 Personen sehr klein sind.
Ich bin von dem Veranstalter immer noch restlos begeistert. So vermittelte er schon in der Betreuung vor der Reise sehr viel Liebe zum Detail, welches auch bei der Reise zu spüren war. Immer wieder gab es kleine Aufmerksamkeiten oder Überraschungen. Lediglich, das der Katalogpreis mit dem Buchungspreis um mehrere 100€ differiert, was am Dollar Kurs liegen sollte, hinterlässt einen fahlen Beigeschmack. Denke, wenn ich so kalkuliere, müsste ich meine Preise nur in Dollar angeben.

Positiv fiel auf, dass wir mit den letzten, aktualisierten Reiseunterlagen auch Notfallnummern aller Airlines, den Partnern vor Ort und Chamäleon erhalten haben, über die die jeweiligen Ansprechpartner 7x24h erreichbar sind. Ebenso haben wir von unseren Guides stehts zu Anfang deren Handy Nummer erhalten, für den Fall, das doch mal was ist. Das nenne ich eine perfekte Rundumbetreuung.

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Reise Sicherheit

Aktuelle Sicherheitslage

Die Sicherheitslage war während unserer Reise stabil und wir hatten diesbezüglich nie Probleme oder Ängste. Auf Grund der aktuell anstehenden Nachwahlen in Sansibar und in Anbetracht der Ausschreitungen vor den Wahlen im letzten Jahr, hätte ich im Augenblick mit Sansibar etwas Bauchschmerzen.

Medizinisches

Die Mitgliedschaft bei den „Flying Doctors“ haben wir zum Glück nicht gebraucht. Sie gab aber Sicherheit und kostet nicht viel. Unsere Reiseapotheke haben wir überwiegend mit Durchfallmittel, Mittel gegen Sonnenbrand (Sansibar) und Salbe gegen Prellungen geplündert. Generell war die gut gefüllte Apotheke aber ein Stückchen Sicherheit, die immer wieder so mitkommen würde.

Betreuung vor Ort

Die direkte Betreuung durch die Guides und Fahrer vor Ort war absolut top und ich würde mich ihnen jederzeit wieder bedenkenlos anvertrauen. Die Sicherheit, welche zusätzliche Ranger vermittelt haben, lässt aber Fragen offen. So trugen sie stehts ein Gewehr. Entweder es war nur zur Show, oder es war nötig, aber dann konnte die Gruppe, die sich teilweise außer Sicht des Ranges befunden hat, nicht geschützt werden. Diese Frage könnten nur die Ranger beantworten.

 

Gepäck

Generell lässt sich sagen: wir hatten zuviel mit. Zum einen war da die umfangreiche technische Ausrüstung, welche sich nur wenig minimieren lässt (siehe unten). Reiseapotheke steht auch nicht zu Disposition. Sonnencreme, Antibrumm, Kleidungsimrägnierung gegen Mücken war sicherlich ebenso zu viel mit wie Kleidung. Die Idee Kleidung in den Lodges zu waschen, kommt aus Zeitmangel kaum in Betracht. Daher sollte man die Kleidung so wählen, das man sie selbst schnell durchwaschen kann. Unsere relativ einfachen Reisetaschen haben sehr gelitten und mussten unterwegs öfters man an Rissen geklebt werden. Auch hat die Wasserdichtigkeit den afrikanischen Regen nicht überstanden. Hier würde ich das nächste Mal definitiv hochwertige, wasserdichte Markentaschen nehmen.

Kleidung

Hatten wir wohl zu viel und auch teilweise die falsche mit, Auch wenn’s teurer ist, so hat sich schnell trocknende Safarikleidung bewährt, da sie schnell durchzuwaschen ist. Sie trocknete selbst in der Schwüle von Stone Town innerhalb einer Nacht. So haben sich als Oberteile z. B. die Mücken festen und extrem sonnen schützenden Hemden von Craghoppers bewährt, die sich auch sehr gut krempeln lassen, und somit auch ein kurzärmliges Hemd ersetzen. Auf „reine“ kurze Hosen würde ich auf dem Festland verzichten und reine „Zipp Off Hosen“ in „Safari Qualität“ wählen. Wie gesagt, auf Grund von Platz, Gewicht und Geld, lieber ein Stück weniger, und das dann durchwaschen. Farblich lagen wir mit den empfohlen erdigen Farben genau richtig. Blau und Schwarz ziehen die Tse Tse Fliegen an und wie man mit roten Hemden und Blusen auf Safari gehen kann, blieb uns bei manchen „reise erfahrenen“ Mitreisenden ein Rätsel

Technische – und Fotoausrüstung

würde ich wieder so machen, hat sich bewährt:

  • Die Stirnlampe hat uns nicht nur draußen im dunkeln, sonder auch öfters, wenn wir was in unseren Taschen im schlechten Licht der Lodges oder Zelte gesucht haben, geholfen
  • Das „2 Kamera Konzept“ hat sich aus meiner Sicht absolut bewährt. Die Vollformat mit einem 24 – 105mm und die Crop mit dem 100-400mm. Auch wenn es mit beiden Kameras ab und an eng war im Jeep, so hatte ich immer die richtige Brennweite griffbereit. An ein Objektivwechsel wäre während der Fahrt nicht zu denken. Selbst das Tauschen der Speicherkarte und Akku stellte bei der Fahrt schon eine fast nicht lösbare Aufgabe da.
  • Das kleine Stativ war zwar nicht oft im Einsatz, ich hätte es aber nicht missen mögen.
  • Das Fernglas war ein guter, wenn auch nicht notwendiger Begleiter
  • Die Reservekabel haben wir nicht gebraucht, waren aber eine gute Sicherheit.
  • Steckdosenadapter, Spannungsschutzschalter und Mehrfachsteckdose waren immer das erste was ausgepackt wurde und zum Einsatz kam.
  • Die Akkuanzahl war mehr als ausreichend. Ich würde das nächste mal, mit etwas Reserve bei „Ladeproblemen“ 4-5 Akkus pro Kamera einplanen.

 

Würde ich anders machen:

  • Das Macro Objektiv kam nur auf Sansibar zum Einsatz. Ob ich es nochmal mitnehmen würde, stelle ich mehr als in Frage.
  • Generell hat sich das Verstauen von allem was staub- oder wasserempflindlich ist, in Zipp Off Beutel absolut bewährt. Dieses würde ich auch jederzeit wieder machen. Leider hatten wir auch eine Reihe von „Noname Beuteln“ in Benutzung. Diese fingen aber an, sich leider nach etwa gut der Hälfte des Urlaubes aufzulösen. Daher würde ich auch hier auf die teureren Markenbeutel zurück greifen.
  • Eine Unterwasserkamera war schön auf Sansibar. Ob es die Olympus sein muss weis ich nicht, da die Kamera mich im normalen Bereich von der Bildqulität doch enttäuscht hat und bei hellem Licht einen sehr schlecht zu erkennenden  Monitor hat.

 

Würde ich nicht mehr so machen

  • Das „lichtstarke“ Weitwinkel kam so, wie es hereingekommen ist, wieder raus und würde bestimmt das nächste mal zu Hause bleiben.
  • Ebenso die Skylight und Grau Filter. Hierfür fehlte einfach die Zeit.
  • Blitz und Fernauslöser sind auch mal nach Afrika gereist, ohne zum Einsatz zu kommen.
  • Wir sind mit unseren Speicherkarten (ca. 1 TB) gut hingekommen. Für die geplante Datensicherung fehlte aber stets die Zeit, so dass ich diesen Ansatz das nächste Mal nicht mehr verfolgen würde. HDD, Hubs, etc. würden zu Hause bleiben und vielleicht mehr SD-Karten mitkommen, welche ich immer an einem anderen Ort in einem wasser- und staubdichten Spezialbehälter aufbewahre.

 

Das Problem mit dem Staub

Ja der Staub während der Safari ist extrem und kriecht überall rein. Doch ich hatte es mir deutlich schlimmer vorgestellt und so reichten 2-3 Stunden eigene Putzzeit pro Gerät für das Wiederherstellen der Kameras und Objektive. Mein, zum Glück alter, Fotorucksack ist aber ausgesondert worden…. den würde ich nie wieder sauber bekommen.

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Reisedurchführung / Verlauf

Allgemein

Allgemein war der Aufbau der Reise super. Mit einem sanften Afrika Einstieg auf der Hatari Lodge bauten alle Lodges und Nationalparks aufeinander auf und es steigerte sich von Tag zu Tag. Der von uns vorher fast als unnütz betrachtete Badeurlaub auf Sansibar war absolut sinnvoll. Leider ist das Programm der Reise mehr als vollgepackt, so das die Guides stets unter Zeitdruck stehen. Manchmal kam ich mir vor wie ein Japaner in „Europa in 5 Tagen“. Das ist schade, denn häufig fehlte die Zeit sich näher mit was zu beschäftigen. Auch mal ein halber Tag „Freizeit“ wäre schön gewesen. Vielleicht sollte man a) die Tage früher beginnen lassen (wir fanden es teilweise extrem spät) b) etwas aus dem Programm streichen um es zu entzerren oder c) die Reisezeit verlängern.

Gruppenreise

Obwohl Chamäleon mit max. 12 Personen und Reise reist, kann auch eine so kleine Gruppe eine gewisse Dynamik entwickeln. Zum generellen Thema Gruppenreisen hat Sonja ja schon einiges geschrieben, was ich hier nicht wiederholen brauche. Unsere Gruppe hatte eine ganz eigene Dynamik – und so bildeten sich sehr schnell 2 Hälften, zufällig nicht nur nach Autos – sondern auch nach Herkunftsregion getrennt – Zufall??. Leider führte es zu einem Bruch während der Reise – die gemeinsame Tafel war über Nacht nicht mehr vorhanden – und mir wurde nach der Reise auf Grund dieses Reiseberichtes von Mitreisenden der „anderen Hälfte“ mit Anwalt und Klage gedroht. Ein unschöner Beigeschmack dieser Reise, aber wir haben auch neue Freundschaften geschlossen, von denen ich hoffe, dass sie bestehen bleiben und nicht nur die typischen Urlaubsbekanntschaften sind.

Flug

Mit den Fluglinien gab es erwartungsgemäß keine Probleme. Ethiopian Airlines ist auch Mitglied der Star Alliance. Lediglich kamen nie die genannten Flugzeugtypen zum Einsatz. Der Flug war mit der Fluglänge und den Wartezeiten gerade noch OK.

Transfer

Der Transfer klappte immer ohne Probleme und absolut pünkltich. Die Begrüßung vor Ort war immer sehr herzlich und zuvorkommend.

Guides / Fahrer  + Partnerunternehmen

Wie schon erwähnt, würde ich mich unseren direkten Guides und Fahrern jederzeit wieder anvertrauen.

Unser Fahrer Robson schien der heimliche Reiseleiter und wir hatten nach ein paar Diskussionen ein super herzliches Verhältnis mit ihm. Seine gute Fahrweise und seine Adleraugen hätte ich auf dieser Reise nicht missen mögen.

Ally 1, ist ein super netter und sensibler Reiseführer. Ihm fehlt, wohl auf Grund des Alters, noch ein wenig das Rückrad, wenn er Teile wie unsere Reisegruppe zu betreuen hat, die an allem und jedem was zu nörgeln haben. Auch etwas mehr Durchsetzungsvermögen bei klaren Ansagen wäre nicht schlecht. Ich bin mit sicher, das bringt aber die Erfahrung der Zukunft. Ich würde auch mit ihm jederzeit wieder fahren.

Zara Tours – der Chamäleon Partner auf dem Festland von Tansania macht einen soliden Eindruck. Die Jeeps waren in einem Zustand, den ich mir nicht zu träumen gewagt hätte, nach alle dem, was man so liest. Da es eine größeres Unternehmen ist, gehören ihr auch anscheinend einige Hotels, wie z. B. das Highview Hotel, welches allerdings unser „negativ Ausreißer“ ist, aber davon später mehr.

Ally 2, älter und souveräner als Ally 1, aber lange nicht so verbindlich. Konnte mit kritischen Fragen über das Land nix anfangen und bügelte diese ab. Ab und an hatten wir ein ungutes Gefühl wenn er uns, wie er meinte unbeobachtet, aus dem Augenwinkel musterte. Auffallend waren seine Pausen während des Stadtrundganges an, ihm anscheinend sehr gut bekannten Verkaufs- und Souvenirständen. Ob der Versuch uns mit dem Chumbe Ausflug so massiv abzuzocken auf seinem Mist gewachsen ist oder ein Versuch von Zenith, dem Chamäleonpartner auf Sansibar war, bleibt für immer ungeklärt.

Die Firma Zenith machte einen sehr seriösen Eindruck. Die Busse waren in einem tadellosen Zustand und Fahrer und Guides machten einen guten Job.

Straßen / Pistenzustand

Darüber hatte ich im Vorfeld schon viel abenteuerliches gelesen. Generell sind geteerte Straßen Mangelware. Die meisten Fernstraßen lassen sich bei uns am besten mit Feldwegen vergleichen (nur das wir da nicht 60 – 80km/h fahren). Bei Nebenstrecken wird es dann mehr als abenteuerlich. Aber man gewöhnt sich dran und iregendwie hatte ich es mir schlimmer vorgestellt.

Lodges und Unterkünfte

Unsere Unterkünfte, von Traumlodges bis zu Zeltcamps ware alle für sich ein absoluter Traum, absolut sauber und gepflegt und landestypisch und liebevoll hergerichtet. Lediglich das Massenhotel mit Ballerman Flair, das Highview Hotel ist hier ein übler Ausrutscher.

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Geld

Wir haben nur mit US Dollar gezahlt, Geldbeschaffung wäre nur an den Flughäfen möglich gewesen, ein Kreditkarteneinsatz nur auf Sansibar. Super bewährt hat sich, dass wir unsere Dollars (alle neuer 2006) im Vorfeld bestellt hatten. So hatten wir extrem viele kleine Scheine (z.B. 100 x 1$), was sich als Ideal rausgestellt hat. Generell hatten wir in US Dollar nochmal Kosten für Trinkgelder, Getränke, Ausflüge und Mitbringsel von ca. 600$ pro Person, wobei wir nicht besonders sparsam gelebt haben.

Trinkgelder

Sind ein Muss und werden erwartet. Für Fahrer und Guides gibt Chamäleon Empfehlungen, an die wir uns auch gehalten haben. In den Hotels stehen immer „Tipp-Boxen“, aber auch Fahrer, Massai, Kofferträger etc. erwarten ebenso ihr Trinkgeld, wie es auch zu „Schmiergeldforderungen“ wie wir sie am Flughafen erlebt haben, kommen kann. Dann ist es immer sinnvoll ein paar kleine Scheine lose in der Hosentasche zu haben.

Ausflüge

Alle durchgeführten Ausflüge waren einen Traum. Lediglich die „Bergwanderung“, über die ich mich noch immer aufregen könnte, war ein Ausrutscher, an der es Seitens des Veranstalters, nachzuarbeiten gilt.

Hygiene

Die Hygiene in den Unterkünften war absolut europäischer Standard. Unterwegs schon teilweise grenzwertig, aber mit Desinfektionsmittel meist kein Problem. Irgendwie hatte ich es mir schlimmer vorgestellt.

Klima

Eigentlich ist Anfang Februar noch afrianischer Sommer (vergleichbar mit unserem August) und Trockenzeit. Die Temperaturen werden als sehr hoch und unangenehm beschrieben.

Unser Trockenzeit hat vermutlich der El Ninjo einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dies Festlandstemperaturen waren, bis auf wenige Ausnahmen, heiß, aber nicht unerträglich. Die Nächte waren warm, aber angenehm. Sansibar war schwül heiß, für uns recht extrem, aber nach einer kleinen Eingewöhnung ging es. Wir hatten unsere Klimaanlage auf angenehmen 28 Grad stehen und fanden es kühl. Zu Hause finde ich die 21 Grad unserer Heizung als heiß….

Essen und Trinken

Das Essen war absolut schmackhaft (ok, bis auf Highview Hotel) und lecker. Dass das Fleisch well done war, war sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber spätestens nach dem Marktbesuch in Stone Town war ich dankbar dafür. Es hätte für meinen Geschmack gerne etwas landestypischer sein können. Ich hatte, trotz meines sehr empfindlichen Magens, der mir im Vorfeld etwas Kopfzerbrechen bereitet hat, keinerlei Probleme mit dem Essen, habe aber auch größere Obstmengen oder ähnliches vermieden.

Tiere

Da brauche ich nicht viel zu sagen. Egal ob ganz klein oder die Big 5, welche wir alle gesehen haben, das war einer der Hauptgründe für diese Reise und wir wurden bei Leibe nicht enttäuscht.

Land und Leute

Tansania ist ein Traumland. Ein Land in dem ich mich von der ersten Minute an geborgen und zu Hause gefühlt habe. Auch wenn hier vieles anders als in Europa läuft, und die meisten Menschen hier in relativer Armut leben, so brauchen wir nicht die Nase darüber zu rümpfen. Vielmehr sollten wir zu diesen Menschen, mit ihrer Freundlichkeit, Gelassenheit und der lebensbejahenden Heiterkeit aufblicken, denn wir Europäer können noch so viel von ihnen lernen.

Zahlen und Fakten
  • wir haben ca. 14400 Flugkilometer hinter uns.
  • wir waren 352 Stunden in Afrika
  • wir haben ungefähr 12000 Bilder und Videos mit nach Hause gebracht.
  • wir haben zweimal den Äquator überquert
  • wir haben die Big Five gesehen
  • wir haben den Kilimanjaro ohne Wolken gesehen
  • Hyänen und Löwen waren Nachts unsere Besucher
  • wir waren in der Serengeti, die nicht sterben darf
  • wir sind zum Sonnenaufgang über der Serengeti mit einem Ballon gefahren
    und haben im Busch gebruncht
  • wir haben über den Dächern von Stone Town zu Abend gegessen
  • wir haben im Indischen Ozean gebadet und an Korallen Riffen geschnorchelt
  • wir haben gelernt, wie alt Obst, welches wir hier als frisch kaufen, schon sein muss
  • wir haben neue Freunde gewonnen
  • wir haben unendlich viele Eindrücke und Erfahrungen sammeln dürfen

 

Wir haben die letzten 295 Tage diese Homepage erstellt und gepflegt und konnten knapp 25.000 Besucher begrüßen.

Dabei sind über 115 DIN A4 Seiten Text mit knapp 40.000 Wörtern zusammen gekommen und das hier ist wirklich der Schluss, das Ende unseres Traumes Afrika, eines alten Traumes, der schon „fast“ vergraben war.

Vielleicht haben wir irgendwann die Möglichkeit auf diesen Kontinent zurück zu kehren… bis dahin träumen wir von der nächsten Reise

asante sana

kwa heri 

hadi wakati mwingine

Stefan

 

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